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Innenausbau

Treppendetails und -begriffe


 

treppendetail.jpg (4721 Byte)        
In den Bauverordnungen sind die Bestimmungen über die Anlage von Treppen unterschiedlich. Hier werden primär die Begriffe für Einfamilienhäuser vorgestellt.
Laufbreite

Die Treppe sollte in Einfamilienhäusern mindestens 80 cm sein, auf jeden Fall aber in einer Breite ausgeführt werden, die einen Transport von Möbeln oder auch einer Krankentrage zulassen.

Lauflänge

Die Treppenlauflänge ist das Maß von der Vorderkante Antrittsstufe bis Vorderkante Austrittsstufe und wird im Grundriss an der Lauflinie gemessen. Die Lauflänge von Treppen ist begrenzt, so ist es erforderlich  diese nach 15 - 18 Steigungen durch ein Ruhepodest zu unterbrechen. Weniger als drei Stufen sollten in Fluren wegen einer erhöhten Unfallgefahr nicht angeordnet werden, da die Niveaudifferenz für das Auge schlecht wahrnehmbar ist.

Lauflinie

Die Lauflinie ist eine gedachte Linie, die den üblichen Weg einer Treppe angibt. Die zeichnerische Darstellung im Grundriss gibt die Laufrichtung der Treppe an. Der Punkt kennzeichnet die Vorderkante der Antrittsstufe, der Pfeil die Austrittsstufe. Das Steigungsverhältnis einer Treppe darf sich in der Lauflinie nicht ändern.

Durchgangshöhe

Sie muss im Lichten senkrecht gemessen, über den Vorderkanten der Stufen und Podesten bis zu den Unterkanten darüberliegender Bauteile mindestens 200 cm betragen.

Steigungsverhältnis

Das Steigungsverhältnis bestimmt die sichere und bequeme Begehbarkeit einer Treppe. Beim Treppensteigen zeigt sich die günstigste Begehbarkeit, bei einem Neigungswinkel der Treppe von 30° und einem Steigungsverhältnis  -Stufenhöhe H/Stufentiefe T = 17/29. Es ist das Verhältnis von  der Steigungshöhe zur Auftrittsbreite. Das Steigungsverhältnis wird bestimmt durch die Schrittlänge eines erwachsenen Menschen (ca. 61 - 64 cm). Zur Festlegung des günstigsten Steigungsverhältnisses mit geringstem Energieraufwand gilt die Formel: 2 h + t = 63 = 1 Schritt.

Podeste

Die Podesttiefe darf nicht kleiner sein als die nutzbare Breite des Treppenlaufes. Die Podestlänge ist die n-fache Schrittlänge + 1 Stufentiefe, d.h. sie sollte so lang sein, dass sie ohne Schrittwechsel zu begehen sind. Zum Treppenhaus schlagende Türen dürfen nicht die Laufbreite beeinträchtigen

Stufenbreite

Die Stufenbreite setzt sich aus Auftrittsfläche und Unterschneidung zusammen, wobei die Auftrittsfläche von der Vorderkante einer Treppenstufe bis zur Vorderkante der folgenden Treppenstufe reicht. Die Unterschneidung ist das Maß, um das die Vorderkante einer Stufe über die Breite der Trittfläche der darunterliegenden Stufe vorspringt.
Der Stufenüberstand bei Treppen ohne Setzstufe sollte so groß sein, dass nur ein flacher Durchblick möglich ist, d.h. kleiner als 40°. Besonders bei steilen Treppen sollten die Stufen zur Verbreiterung der Auftrittsfläche so angeordnet sein, dass die Trittstufe dementsprechend übersteht. Um Flecken durch abgestreifte Schuhcreme von Schuhen bei senkrechten Stufen zu vermeiden, sollten diese profiliert sein oder in ihrer Linienform nach hinten abfallen, wobei gleichzeitig die Auftrittsfläche vergrößert wird.
Die Auftrittsbreite sollte nicht weniger als 26 cm betragen. Die schmalste Stelle kann dagegen bei gewendelten Stufen mindestens 10 cm sein, wobei auch hier Ausnahmen für gering frequentierte Treppen möglich sind.

Stufenhöhe - Treppensteigung

Im allgemeinen gelten folgende Stufenhöhen

  • Freitreppen in Gärten 14 - 16 cm
  • Treppen in Einfamilienhäusern 17 - 18 cm
  • wenig benutzte Treppen 20 cm
  • Dach- und Kellertreppen 22 cm

Die Stufenhöhe sollte nicht mehr als als 19 cm betragen, die günstige Normalsteigung  ist 17/29 cm

Unterschneidung

Sowohl Treppen ohne Setzstufen als auch Treppen mit Auftritten >26 cm -gemessen an der Lauflinie- sind um mindestens 3 cm zu unterschneiden.

Durchgangshöhe

Die Kopfhöhe, die im Lichten -senkrecht über den Vorderkanten der Stufen- gemessen wird, muss mindestens 200 cm betragen.

Brandschutz

Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als sechs Wohnungen und einer Fußbodenhöhe <7,0 m über der Geländeoberfläche wird mindestens F30-B verlangt. Ausserdem müssen die Innentreppen F90-A aufweisen.
Allerdings können bei einem nachträglichen Dachgeschossausbau die Innentreppen auch dreiseitig mit Feuerschutzplatten verkleidet werden.

Schallschutz

Nach DIN 4109 wird ein Mindesttrittschallschutz für Einfamilien-Reihenhäuser < 10dB gefordert. Durch eine Trennung der Konstruktionsteile mit Gummi oder dgl. wird die Schallübertragung verringert.

Standsicherheit

Nach DIN 1055 sind für Treppen in Wohngebäuden Verkehrslasten von 3,5 kN/qm. Trittstufen ohne Setzstufen sind für eine Einzellast in Wohngebäuden in ungünstiger Stellung mit 1,5 kN/qm zu bemessen. In Höhe der Geländerholme sind horizontale Lasten anzunehmen: in Wohngebäuden 0,5 kN/qm.

Anforderungen

Eine Treppe darf nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen, die in Richtung Treppe aufgeht. Zwischen Treppe und Tür ist ein Treppenabsatz anzuordnen, der die Tiefe von mindestens einer Türbreite haben soll. Der Stufenabstand zur Wand ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich festgelegt.

Gewendelte Treppen

In Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen müssen Wendelstufen -gemessen im Abstand von 15 cm von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite- einen Auftritt von mindestens 10 cm haben.

Toleranzen

Für vorgefertigte Treppenläufe in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen darf die Toleranzabweichung, zwischen dem Ist-Maß der Steigung der Antrittstufe und dem Soll-Maß,  höchstens 1,5 cm sein.

Treppen

 

 

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